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Alfred-Henckels-Halle

Der Bau der eigenen Rollsportbahn

Auf dem Schulhof am Lenzhaus ließ es sich trainingshalber ganz nett rollen, aber für den geordneten Spielbetrieb in der Oberliga war die Spielfläche unmöglich. Obwohl in der Regel bereits 150 bis 200 Zuschauer kamen, musste auf den Aufstieg verzichtet werden. Die zehn- bis fünfzehntausend D-Mark für eine nahtlose Zementbahn in der Nähe der Turnhalle Hütterbusch fehlten.

Im Jahre 1956 war es soweit. Am 11. Juli 1956 erfolgte nach zähen Verhandlungen mit der Stadt Wuppertal der erste Spatenstich zum Bau der Rollschuhbahn Am Hofe. Mit einem bunten Sportfest, das einen Querschnitt aus der Vereinsarbeit zeigte, wurde die neue Bahn am 11. und 12. Mai 1957 offiziell durch den RSC übernommen.


Stolz konnte man feststellen: Cronenberg hat die modernste Rollschubahn! Doch die zwei behelfsmäßigen Umkleidekabinen reichten kaum aus. In zahlreichen weiteren Arbeitsstunden der aktiven Mitglieder wurde Kabinen 1960 ausgebaut, eine Flutlichtanlage kam zwei Jahre später hinzu, welche auch das Training in den Abendstunden ermöglichte. Weiterhin war man aber abhängig vom Wettergott. Durch den nicht gerade seltenen und knappen Niederschlag im Bergischen kam es immer wieder zum Trainingsausfall. Mit Wasserschiebern konnten einige Spieler mindestens genauso umgehen wie mit dem Schläger. Um sportlich weiter zu kommen, war diese Wetterabhängigkeit ein großes Hindernis. Wer konnte es schon wagen, eine zugkräftige Veranstaltung nach Cronenberg zu holen. So blieb die Überdachung der Rollschuhbahn vordringlichstes Ziel. Bei der Stadt fand man anfangs wenig Gehör. Doch mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit ließ Alfred Henckels nicht mehr locker.

1971 hatte er die Verantwortlichen der Stadt schließlich "weich" geknetet. Kostenpunkt des Vorhabens 200 Tausend D-Mark. Enttäuschung jedoch, als man bei der Verwaltung die endgültigen Pläne einsah. Breite tragende Pfeiler nahmen den Zuschauern viel Sichtfläche. Der Geldbeutel der Stadt gab aber nicht mehr her. Erfreulich war hingegen das mit dem Bau des Daches die Anlage als erste in Europa einen neuartigen Kunststoffbelag erhielt.

Als echten "Hammer" empfanden die RSCer die Ankündigung des Deutschen Rollsportbundes, in Angleichung an Praxis und zur Vermeidung einer zu langen Sommerpause, die Bundesliga-Meisterschaft in die Wintermonate zu verlegen. Die vereinseigene Anlage, überdacht, aber an den Seiten offen, war dazu nicht geeignet. Zunächst dachten die Verantwortlichen des RSC an einen Umzug in die im Bau befindliche Uni-Halle nach. Aber dann entschloss sich der Verein, der schon immer an Selbsthilfe gewöhnt und so Standort gebunden wie kein zweiter Club in Wuppertal war, zu einem mutigen Schritt. Denn mit dem beschlossenen Neubau der Rollsportanlage wartete auf die seinerzeit rund 250 Mitglieder starken RSC Cronenberg ein enormer Kraftakt sowohl in finanzieller als auch in organisatorischer Hinsicht.
Ein Schmuckstück sollte die neue Halle werden hinsichtlich Funktion, Optik und Zuschauerkomfort. Auf insgesamt 500 Tausend D-Mark war das Projekt veranschlagt worden. Letztendlich kostete die Alfred-Henckels-Halle 900 Tausend D-Mark.

Das erste Spiel in der neuen Rollsporthalle fand am 31.10. 1987 statt. Es war das Halbfinale um den DRB-Pokal gegen Darmstadt. Der RSC gewann dieses Spiel 8:5 und zog somit ins Pokal-Finale ein. Die offizielle Einweihung fand vom 11. bis 13.12.1987 statt. Man feierte ausgiebig mit Bambini- und Nostalgie-Rollhockey, mit einem Freundschaftsspiel gegen den holländischen Meister RC de Dennenberg. Im Zusammenhang mit der offiziellen Hallen-Einweihung beschloss der Vorstand, in Erinnerung an den Gründer und Motor des Vereins, die neue Heimstatt Alfred-Henckels-Halle zu nennen.
Im September 1994 wurde die Halle offiziell anerkannter Stützpunkt für Rollkunstlauf und Rolltanz.

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